Inhaltsverzeichnis:
- Protest vor dem Berliner Hauptbahnhof
- Schiffe der Global Sumud Flotilla
- Große Solidaritätskundgebung in Berlin
- Farbschmierereien am Auswärtigen Amt
- Überblick
Protest vor dem Berliner Hauptbahnhof
Am Mittwochabend kamen rund 300 Personen am Berliner Hauptbahnhof zusammen. Sie protestierten gegen das Anhalten der sogenannten Global Sumud Flotilla, die Hilfsgüter nach Gaza bringen sollte. Nach Polizeiangaben wurden verbotene Parolen gerufen und Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen. Vier Menschen wurden vorübergehend festgenommen. Die Versammlung endete planmäßig gegen 23.30 Uhr. Die Teilnehmer verließen anschließend den Platz friedlich.
Schiffe der Global Sumud Flotilla
Die Flottille bestand aus mehr als 40 Motor- und Segelbooten. Sie war Ende August in Barcelona gestartet. Am Mittwochabend stoppte die israelische Marine mehrere Schiffe. Nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem wurden die Passagiere in einen israelischen Hafen gebracht.
- Entfernung zum Gazastreifen beim Stopp: 70–80 Seemeilen (130–150 Kilometer)
- Teilnehmer: mehrere hundert Aktivisten
- Ziel: Transport von Hilfsgütern und Protest gegen Israels militärisches Vorgehen
Unter den Mitfahrenden war auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Die Trägerorganisation teilte mit, dass Thunberg und ihre Mitstreiter unverletzt und in Sicherheit seien.
Große Solidaritätskundgebung in Berlin
Bereits am Sonntag hatten Zehntausende Menschen in Berlin gegen den Gaza-Krieg demonstriert. Es war eine der größten Kundgebungen in der Hauptstadt seit Beginn der jüngsten Auseinandersetzungen.
Am Donnerstag fand eine weitere Versammlung mit etwa 600 Teilnehmenden statt. Sie standen vor dem Auswärtigen Amt in Berlin-Mitte. Die Polizei sprach von einem weitgehend ruhigen Verlauf ohne größere Zwischenfälle.
Farbschmierereien am Auswärtigen Amt
Kurz vor Beginn der Demonstration kam es zu einem Vorfall am Gebäude des Auswärtigen Amtes. Fünf Personen beschmierten den Eingangsbereich mit roter Farbe. Dabei wurde auch das Logo des Ministeriums beschädigt. Laut Polizei kam es zu Auseinandersetzungen mit Einsatzkräften.
- Festnahmen: drei Frauen, zwei Männer
- Vorwürfe: unter anderem Angriff auf einen Polizisten
- Zeitpunkt: etwa zwei Stunden vor Beginn der Kundgebung
Die Polizei setzte den Einsatz fort und nahm die mutmaßlichen Täter fest. Damit endete die Aktion vor Beginn der eigentlichen Demonstration.
Überblick
- 2 Tage, 2 Protestaktionen in Berlin
- Insgesamt mehr als 900 Teilnehmer
- 9 Festnahmen bei beiden Veranstaltungen
- Beteiligung internationaler Aktivisten, darunter Greta Thunberg
Die Demonstrationen in Berlin verdeutlichen die anhaltende Brisanz des Gaza-Krieges und die wachsende Mobilisierung in Europa.
Quelle: rbb24, www.patizonet.com/de/