Inhaltsverzeichnis:
- Entwicklung in Berlin
- Fachkräfte und Betreuungsschlüssel
- Rückgang in Brandenburg
- Ganztagsbetreuung und Mittagsversorgung
Entwicklung in Berlin
Zum Stichtag 1. März standen in Berlin 197.723 genehmigte Plätze zur Verfügung. Das entspricht einem Anstieg um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem wurden 1,8 Prozent weniger Kinder betreut. Insgesamt besuchten 171.000 Kinder eine öffentlich geförderte Kindertagesbetreuung.
Laut Susanne Gonswa, Sprecherin der Berliner Bildungsverwaltung, sind derzeit rund 19.000 Plätze ungenutzt. Sie erklärte, dass es in Einzelfällen zu Schließungen kommen könne, falls eine dauerhafte Auslastung nicht gewährleistet sei. Konkrete Zahlen zu bereits geschlossenen Einrichtungen wurden nicht genannt.
Fachkräfte und Betreuungsschlüssel
Die Berliner Verwaltung möchte vermeiden, dass Beschäftigte in Kitas arbeitslos werden. Im Bereich der unter Dreijährigen wurde der Betreuungsschlüssel verbessert, um Fachkräfte zu halten. Nach Angaben der Verwaltung stärkt diese Maßnahme nicht nur die Qualität der frühkindlichen Bildung, sondern sichert auch langfristig Arbeitsplätze.
Die Finanzierung der Einrichtungen hängt weiterhin von der Zahl der betreuten Kinder ab. Das bedeutet, dass sinkende Kinderzahlen direkte Auswirkungen auf die Einnahmen der Kitas haben können. Dennoch setzt die Verwaltung auf stabile Strukturen und bessere Betreuung in kleinen Gruppen.
Rückgang in Brandenburg
Auch in Brandenburg zeigt sich ein Rückgang. Hier wurden 1,4 Prozent weniger Kinder betreut. Mehr als 199.400 Kinder besuchten eine Betreuungseinrichtung. Im Unterschied zu Berlin zählen in Brandenburg auch Hortkinder zur Statistik.
Die Betreuungsquote ist bei den Drei- bis unter Sechsjährigen am höchsten. In dieser Altersgruppe nahmen über 168.000 Kinder an einer Tagesbetreuung teil. Der Anteil lag bei 99 Prozent in Berlin und bei 97,9 Prozent in Brandenburg.
Ganztagsbetreuung und Mittagsversorgung
Deutliche Unterschiede bestehen bei der Ganztagsbetreuung. In Berlin wurden 57,8 Prozent der Kinder ganztags betreut, in Brandenburg dagegen nur 37,3 Prozent.
Auch bei der Mittagsversorgung gibt es Differenzen:
- Berlin: 99,5 Prozent der Kinder nahmen teil
- Brandenburg: 79,9 Prozent der Kinder nahmen teil
Übersicht in Tabellenform
| Region | Genehmigte Plätze | Betreute Kinder | Rückgang in % | Ganztagsbetreuung in % | Mittagsversorgung in % | Betreuungsquote 3–6 J. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Berlin | 197.723 | 171.000 | -1,8 | 57,8 | 99,5 | 99,0 |
| Brandenburg | 231.270 | 199.400 | -1,4 | 37,3 | 79,9 | 97,9 |
Die Zahlen zeigen klar, dass das Angebot an Plätzen zwar steigt, die Nachfrage jedoch sinkt. In beiden Bundesländern sind die Quoten bei den 3- bis unter 6-Jährigen besonders hoch. Unterschiede gibt es jedoch bei der Dauer der Betreuung und bei der Mittagsversorgung.
Quelle: RBB24, www.on-the-top.net/de