Donnerstag, 28 August 2025 13:39

Zahl der Kita-Plätze steigt in Berlin und Brandenburg

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Freie Kitaplätze trotz sinkender Kinderzahlen Freie Kitaplätze trotz sinkender Kinderzahlen Foto: Pixabay

Die jüngsten Daten des Statistikamts Berlin-Brandenburg zeigen eine interessante Entwicklung. Die Zahl der genehmigten Kita-Plätze hat in beiden Bundesländern zugenommen, gleichzeitig wurden jedoch weniger Kinder betreut. Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg bei den Quoten der Betreuung und der Ganztagsversorgung.

Inhaltsverzeichnis:

Entwicklung in Berlin

Zum Stichtag 1. März standen in Berlin 197.723 genehmigte Plätze zur Verfügung. Das entspricht einem Anstieg um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem wurden 1,8 Prozent weniger Kinder betreut. Insgesamt besuchten 171.000 Kinder eine öffentlich geförderte Kindertagesbetreuung.

Laut Susanne Gonswa, Sprecherin der Berliner Bildungsverwaltung, sind derzeit rund 19.000 Plätze ungenutzt. Sie erklärte, dass es in Einzelfällen zu Schließungen kommen könne, falls eine dauerhafte Auslastung nicht gewährleistet sei. Konkrete Zahlen zu bereits geschlossenen Einrichtungen wurden nicht genannt.

Fachkräfte und Betreuungsschlüssel

Die Berliner Verwaltung möchte vermeiden, dass Beschäftigte in Kitas arbeitslos werden. Im Bereich der unter Dreijährigen wurde der Betreuungsschlüssel verbessert, um Fachkräfte zu halten. Nach Angaben der Verwaltung stärkt diese Maßnahme nicht nur die Qualität der frühkindlichen Bildung, sondern sichert auch langfristig Arbeitsplätze.

Die Finanzierung der Einrichtungen hängt weiterhin von der Zahl der betreuten Kinder ab. Das bedeutet, dass sinkende Kinderzahlen direkte Auswirkungen auf die Einnahmen der Kitas haben können. Dennoch setzt die Verwaltung auf stabile Strukturen und bessere Betreuung in kleinen Gruppen.

Rückgang in Brandenburg

Auch in Brandenburg zeigt sich ein Rückgang. Hier wurden 1,4 Prozent weniger Kinder betreut. Mehr als 199.400 Kinder besuchten eine Betreuungseinrichtung. Im Unterschied zu Berlin zählen in Brandenburg auch Hortkinder zur Statistik.

Die Betreuungsquote ist bei den Drei- bis unter Sechsjährigen am höchsten. In dieser Altersgruppe nahmen über 168.000 Kinder an einer Tagesbetreuung teil. Der Anteil lag bei 99 Prozent in Berlin und bei 97,9 Prozent in Brandenburg.

Ganztagsbetreuung und Mittagsversorgung

Deutliche Unterschiede bestehen bei der Ganztagsbetreuung. In Berlin wurden 57,8 Prozent der Kinder ganztags betreut, in Brandenburg dagegen nur 37,3 Prozent.

Auch bei der Mittagsversorgung gibt es Differenzen:

  • Berlin: 99,5 Prozent der Kinder nahmen teil
  • Brandenburg: 79,9 Prozent der Kinder nahmen teil

Übersicht in Tabellenform

RegionGenehmigte PlätzeBetreute KinderRückgang in %Ganztagsbetreuung in %Mittagsversorgung in %Betreuungsquote 3–6 J.
Berlin 197.723 171.000 -1,8 57,8 99,5 99,0
Brandenburg 231.270 199.400 -1,4 37,3 79,9 97,9

Die Zahlen zeigen klar, dass das Angebot an Plätzen zwar steigt, die Nachfrage jedoch sinkt. In beiden Bundesländern sind die Quoten bei den 3- bis unter 6-Jährigen besonders hoch. Unterschiede gibt es jedoch bei der Dauer der Betreuung und bei der Mittagsversorgung.

Quelle: RBB24, www.on-the-top.net/de